Im Regierungsprogramm ist die Einrichtung von touristischen Modellregionen vorgesehen. Die Umsetzung wurde auch vom Tourismusausschuss des Nationalrates gefordert. Das BMWA hat die Idee der Modellregionen gerne aufgegriffen und verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten geprüft. Da es aber bisher keine Erfahrungen mit touristischen Modellregionen gibt, hat man sich letztlich für zwei verschiedene methodische Ansätze entschieden, die sich aber ergänzen und schließlich in einem gemeinsamen Abschlussbericht zusammengefasst werden sollen.

1) Modellregionen für den österreichischen Tourismus

Tourismusregionen und Destinationen werden eingeladen, sich als Projektpartner zu bewerben. Gesucht werden engagierte Tourismusregionen, die

  • an einem Auf- bzw. Ausbau des Ganzjahrestourismus bzw. einer Saisonverlängerung,
  • an nachhaltigem, integriertem Wirtschaften sowie
  • an Innovationen im Tourismus interessiert

und auch bereit sind, Projektergebnisse zu dokumentieren und für Außenstehende zugänglich zu machen. Es geht dabei nicht darum, mit hohem Mitteleinsatz völlig neue touristische Infrastrukturen zu schaffen, sondern mit den vorhandenen Ressourcen durch strategische Weichenstellungen sowie interne Schwerpunktsetzungen nachhaltige Verbesserungen zu erzielen.

Informationen dazu finden Sie auf: www.bmwa.gv.at/tourismus.

2) Die Modellregion „Tourismusnetzwerk“

In diesem Projekt sollen alle drei touristischen Aspekte zusammengefasst und in einem regionalpolitischen Projekt mit Bürgerbeteiligung (Bottom up) umgesetzt werden. Bei diesem Projekt soll zusätzlich die arbeitsmarktpolitische Komponente berücksichtigt werden.

Das IFT wurde mit der Organisation und Durchführung des zweiten methodischen Ansatzes beauftragt.

Für dieses zweite Modell wurde zunächst die Region „Neusiedler See“ ausgesucht, eine weitere Region nach dieser Methode wird in Kooperation mit dem Österreichischen Gemeindebund initiiert werden.

Es handelt sich um ein überparteiliches Konzept, welches im Folgenden kurz zusammengefasst dargestellt wird:

Das Projekt ist zunächst auf einen Zeitraum vom 1.3. 2008 bis 31.12. 2009 eingerichtet und soll danach in ein überregionales EU Projekt übergeführt werden. Das eigentlich Modellhafte ist, anders als bei anderen derzeit in Ausarbeitung befindlichen Regionen, der „Bottom-up-Prozess“ und nicht das Ergebnis. Das Modellverfahren kann nach erfolgter Erprobung im Burgenland daher mit durchaus anderer Schwerpunktsetzung in allen Tourismusregionen angewandt werden.

Allgemeine Ziele sind jedenfalls:

  • Die Stärkung der Tourismusgesinnung in der Bevölkerung
  • Einsicht in die Bedeutung der Gastgeberrolle
  • Gemeinsame Erarbeitung von Angebot und Markenbildung mit allen Interessierten
  • Verbesserung der betriebswirtschaftlichen Kennziffern
  • Steigerung der Lebensqualität aller im Tourismus direkt Beschäftigten

Die tourismuspolitischen Grundüberlegungen und die Methode selbst sind auf der Seite (Link) „Methode“ dargestellt.

Über das Projektteam informieren wir auf der Seite „Kontakt“.

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