Berichte - Übersicht

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Die Auftaktveranstaltung und Pressekonferenz zur „Modellregion Tourismusnetzwerk Neusiedler See“ fand am Donnerstag, den 24.4.2008, im Schilf Orange in Mörbisch am See statt.

Nach der Vorstellung der Anwesenden auf der Bühne folgten einführende Worte durch Burgenland Tourismus Direktor Gerhard Gucher.

Als erster Redner hob Landeshauptmann Hans Niessl die Bedeutung des Projekts für das Burgenland hervor, da dort die erste Modellregion Österreichs eingerichtet wird. Er unterstrich die Aufgaben des Projekts, nämlich die Einbindung der Bevölkerung, die Schaffung von hochwertigen Arbeitsplätzen sowie die Aus- und Weiterbildung des Personals zu forcieren.

Anschließend stellte der Projektleiter, Prof. Mag. Peter Zellmann, das Projekt in seinen Grundzügen vor und verwies auf die Wichtigkeit, dass alle Beteiligten regelmäßig an diesem Projekt arbeiten, um gemeinsam einen neuen Weg in die touristische Zukunft zu beschreiten. Gemeint ist damit sowohl die Bevölkerung der Region, die Gemeinden, die regionale Wirtschaft als auch die Sozialpartner.

Zum Abschluss sprach Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer über die Bedeutung des Projekts für das Burgenland mit seinen steigenden Tourismuszahlen im Speziellen und über die Bedeutung der Modellregion für Österreich im Allgemeinen.

Als medienwirksame „Start-up“-Veranstaltung am Steg am Neusiedler See erfolgte der offizielle Startschuss für die erste Modellregion Neusiedler See mit dem Durchschneiden von großen blauen beschrifteten Ballons. Danach wurden die ca. 70-80 Gäste, darunter zahlreiche Vertreter der Politik, der Wirtschaft und der Presse zu einem Buffet am See geladen.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Die Informationsveranstaltung für die Bevölkerung fand am Samstag, den 17.5.2008, im Winzerkeller in Weiden statt.

Um 15.30 erfolgte die Begrüßung der Gäste und Teilnehmer der Region und die Vorstellung der Redner durch Burgenland Tourismus-Direktor Gerhard Gucher.

Landeshauptmann Hans Niessl sprach über die Bedeutung des Tourismus im Burgenland. Das erklärte Ziel der Projekts Modellregion sei es, die Region Neusiedler See zu einem Ganzjahresurlaubsgebiet zu machen, wie es in anderen Regionen im Burgenland bereits gelungen ist. Auch im Winterhalbjahr sollen entsprechende Nächtigungen erreicht werden. Er hob die Vorzüge des Burgenlandes hervor, v.a. die Natur und die Kultur, wegen derer viele Gäste ins Burgenland kommen. Ferner merkte er die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit von Land, Bund, Touristiker, Gemeinden und Wirtschaft bei diesem Projekt an.

Der Vizepräsident der Wirtschaftskammer Burgenland Paul Kraill regte an, dass die Bevölkerung mehr in den Tourismus eingebunden werden muss. Ferner hob er die Wichtigkeit hervor, dass alle Beteiligten gemeinsam an dem Projekt zusammenarbeiten. Parteipolitik solle beiseite gelassen werden.

Projektleiter Peter Zellmann stellte das Projekt „Modellregion Tourismusnetzwerk Neusiedler See“ in seinen Grundzügen den Anwesenden vor. Zur weiteren Vorgangsweise erklärte er zwei mögliche Wege: Erstens die „zentralistische“ Variante, mit großen Veranstaltungen, wo alle Beteiligten teilnehmen können. Oder zweitens den „Etappenplan“, wo in kleineren Gesprächsrunden (zunächst die Bürgermeister der 28 beteiligten Gemeinden) die Problematik erfasst wird und die Zusammenfassungen der jeweiligen Ergebnisse bei größeren Veranstaltungen präsentiert werden.

Es folgten zahlreiche Kommentare der Anwesenden, die sich überwiegend positiv zum Projekt äußerten. Die kritischen Stimmen waren konstruktiv und werden im weiteren Verlauf des Projekts beachtet werden.

Am Ende der Veranstaltung erfolgte die Beschlussfassung zur weiteren Vorgehensweise. Mit zwei Gegenstimmen und 1 Enthaltung stimmte die überwiegende Mehrheit für den oben dargelegten „Etappenplan“.

Link Powerpoint-Präsentation downloaden (1,12 MB)

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Phase 1: Informationsveranstaltungen in den Gemeinden (Mai bis Juli 2008)

Die Berichte (Protokolle) über die Informationsveranstaltungen in den Gemeinden sind entweder bei der Gemeinde oder im IFT abrufbar.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Die Informationsveranstaltung über arbeitsmarktpolitische Möglichkeiten des Projekts fand am Mittwoch, den 15. Oktober 2008 im Hotel Wende in Neusiedl am See statt.

Um 18:00 Uhr erfolgte die Begrüßung und Einführung der Teilnehmer in das Projekt "Modellregion Tourismusnetzwerk Neusiedler See" durch Herrn Prof. Mag. Peter Zellmann, mit einem anschließenden Statement von Herrn Hofrat Dr. Robert Hink (Österreichischer Gemeindebund).

Anschließend referierte Frau Mag. Helene Sengstbratl, Leiterin der Landesgeschäftsstelle des AMS Burgenland, über arbeitspolitische Förderungsmöglichkeiten für die Tourismuswirtschaft.

Herr Dr. Walter Reiter (L & R Sozialforschung) informierte die Teilnehmer über die Nutzungsmöglichkeiten der Arbeitsmarktförderung im Rahmen des Projektes.

Die abschließende Diskussion wurde mit einem Statement Herrn Mag. Richard Fuchsbichlers (BMWA) eingeleitet und von Herrn Prof. Zellmann sowie Herrn Dr. Reiter moderiert.

Wir bedanken uns bei folgenden Damen und Herren für die Teilnahme:

Aus den Gemeinden:

Andau: Herrn Bgm. Labg. Matthias Gelbmann; Apetlon: Herrn Bgm. Ronald Payer; Breitenbrunn: Herrn Dr. Kurt Wimmer und Frau Simon (i.V. Herrn Bgm. Tröllinger); Deutsch-Jahrndorf: Herrn Bgm. Reinhold Reif; Donnerskirchen: Herrn Bgm. Josef Frippus und Herrn Peter Kühnel; Eisenstadt: Herrn Vizebgm. Mag. Christian Schmall; Frauenkirchen: Herrn Bgm. Josef Ziniel; Gols: Herrn Sautner (i.V. Herrn Bgm. Johann Schrammel); Halbturn: Frau Sibylle Novak (i. V. Herrn Bgm. Nachtnebel); Illmitz: Herrn Bgm. Labg. Josef Loos und Herrn Haider; Jois: Frau Elisabeth Exl und Frau Gerlinde Schmid; Mörbisch: Herrn Bgm. Peter Vargyas; Neusiedl am See: Herrn Stadtrat Franz Rittsteuer (Obmann Tourismusverband); Nickelsdorf: Herrn Bgm. Ing. Gerhard Zapfl und Frau Eva Nikolaou; Oggau: Herrn Josef Sturm (i.V. Herrn Bgm. Labg. Ernst Schmid); Pamhagen: Herrn Tögl (i.V. Herrn Bgm. Wüger) Podersdorf: Herrn Walter Gisch; Purbach: Herrn Bgm. Ing. Richard Hermann; Rust: Herrn Bgm. Harald Weiss und Herrn Mag. Mathias Szöke; St. Andrä am Zicksee: Herrn Bgm. Erich Goldenitsch; St. Margarethen: Herrn Bgm. Eduard Scheuhammer; Wallern: Herrn Bgm. Helmut Huber; Weiden am See: Herrn Bgm. Wilhem Schwartz; Winden Herrn Bgm. Bundesrat Erwin Preiner; Zurndorf: Herrn Bgm. Labg. Werner Falb-Meixner und Herrn Schweitzer

Von den Institutionen:

AMS Burgenland: Frau Mag. Helene Sengstbratl; Österr. Gemeindebund: Herrn Dr. Robert Hink; BMWA: Herrn Mag. Richard Fuchsbichler; Wirtschaftskammer: Herrn Ing. Franz Perner und Herrn Mag. Johann Lackner; Landwirtschaftskammer: Herrn Kammeramtsdirektor DI Otto Prieler; Burgenland Tourismus: Herrn Direktor Gerhard Gucher; NTG: Herrn Dietmar Keller; L&R Sozialforschung: Herrn Dr. Walter Reiter und Frau Barbara Salaun; IFT: Herrn Prof. Mag. Peter Zellmann, Frau Julia Baumann, M.A. und Frau Astrid Steuer.

Dokumente zur arbeitsmarktpolitischen Informationsveranstaltung vom 15.10.2008:
L&R-Protokoll
AMS-Präsentation zur Veranstaltung

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Phase 2: Arbeitssitzungen (September bis November 2008)

Die Protokolle der Arbeitssitzungen sind entweder bei der Gemeinde oder im IFT abrufbar.

In den beiden Arbeitsphasen 1 und 2 wurde als Ergebnis der Rohentwurf eines Vorschlags- bzw. Forderungskatalogs der Region an die Tourismuspolitik und Tourismuswirtschaft des Landes bzw. des Bundes erarbeitet. Dieser wird ab 12. Jänner 2009 in den Gemeinden zur Diskussion gebracht (Phase 3 - siehe Termine).

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Vorschlags- bzw. Forderungskatalog der Gemeinden in alphabetischer Reihung

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

A
  • Angebotskatalog gemeinsam, aber zentral koordinieren
    • Einrichtung eines Veranstaltungsmanagers (Medienverteter)
  • Angebote, die für die gesamte Region (Ausflüge) wichtig sind, gezielt fördern
    • Naturangebote und Naturparks (Leithaberge, Leithaauen):
      • Einzige Region in Europa, in der alle Arten von Feuchtgebieten vorkommen
    • Nationalpark
    • Kulturangebote
    • Erlebnisangebote aus Wein- und Landwirtschaft
    • Steppentierpark
  • Angebote für die Jugend
  • Aufnahmen (Integration) in die Region (Marke) aktiv vorantreiben
    • Parndorf
    • Schützen
  • Ausbildungen durch AMS Angebote an neue Bedürfnisse anpassen
    • Feststellung des Schulungsbedarfs von Mitarbeitern
    • Vermittlungsangebot verbessern
    • Sprachkurse („Nachbar“sprachen)
    • Gastgeberschulungen


B

  • Burgenlandtourismus Mittelverwendung
    • Sozialpartner müssen Mitsprache bei der Mittelverwendung von BT erhalten
  • B50 (Schnellstraße): Situation und Zukunft eindeutig  klären
F
  • Fischereiinitiative für Urlauber (Gäste) setzen
    • Unkomplizierte Regelung für Tageskarten notwendig
  • Förderungswesen verbessern
    • Erhöhung auf 30%
    • Entbürokratisierung
    • Betriebsnachfolgen ermöglichen
    • Qualitätsförderung (Verbesserungen, Heizungen) für Privatzimmervermieter aber auch für alle anderen touristischen Betriebe
    • Informationswege (Beratungsveranstaltungen) aufbauen: WIBAG, RMB
  • Förderungen sollten nicht auf 2 Jahre beschränkt sein
    • eine aliquote Abschreibung muss möglich sein.
  • Förderungen auch für die ausgezeichnete persönliche Betreuung
    • (Software, Arbeitsplätze !!)
  • Förderungen für das Thema „Jugend in der Region halten“
    • Schulabgänger Neusiedl
    • Privatzimmer weiter führen
    • Betriebsübernahmen
  • Förderungen für das Thema „Dorfhotel“ vorsehen.
    • Zusammenschluss von Privatanbietern
      Ev. unter der Führung eines „Leitbetriebes“
  • Freizeit- und Tourismusausschuss als Koordinationsstelle bei Tourismusprojekten
    • Parteienstellung
    • Lebensqualität für Einheimische und Gäste ist Grundlage (Ökonomie und Ökologie)
  • Fernsehbeiträge vor allem in Deutschland forcieren
  • Ganzjahrestourismus durch Zuschüsse für Offenhalten (Betriebe, Angebote) fördern
    • in den ersten Jahren
G
  • Golfprojekt im Seewinkel (Thermengäste) ist für die gesamte Region wichtig
I
  • Informationskanäle für Gäste und Gastgeber vor Ort einrichten
    • Touchscreens
    • Regionales Intranet einrichten
    • Internetzugang über Plattform  (Anbieter wie Gäste) absichern
    • Neusiedler See Card als Angebotsvernetzung (Bonuscard)
    • Gästebewertungen im Internet ermöglichen
  • Informationsfluss zwischen Hoteliers (Gastgebern) sichern (verbessern)
  • Internetplattform einrichten
    • Benutzerdienlich (Information und Buchung) und für Gesamtregion  ausgerichtet
    • Jeweils eigenverantwortliche Weiterbetreuung:
      • Gemeindevorstellungen
      • Betriebsangebote
      • Veranstaltungen
    • Darstellung der freien Zimmer in der Region
    • Kooperation bzw. Überschneidung mit NTG ist zu  beachten

K

  • Kooperationen fordern und fördern (über NTG)
    • Landwirtschaft
    • Winzerverbände
    • Anbieterverbünde
  • Kooperation zwischen „Gemeinde - NTG - Burgenland Tourismus“ sicher stellen
  • Kriterien für Genuss- und pannonische Schmankerlwirte vereinheitlichen
    • vergleichbar machen
L
  • Landschaftspflege sichern
    • Brachenwirtschaft
    • Beweidung
    • Radwegepflege
    • Neue Arbeitsplätze dafür schaffen
  • Linienschifffahrt am See einrichten
    • Unternehmerkooperationen fördern
    • Ringlinien um den See (dem Ufer entlang!)
    • Nachtfährenverbindungen Ost – West schaffen (Veranstaltungen, Jugend)
    • (Bessere) Anlegemöglichkeiten bei allen Orten ermöglichen (Hafenzufahrten)
M
  • Mitarbeitersituation der Einpendler verbessern
    • Familienzusammenführung durch Mietstützungen erleichtern
    • „Familienfreundlichkeit“ der Arbeitszeiten beachten
N
  • Neusiedler See Card für Einheimische und Tagesgäste „öffnen“
    • Zeitliche Beschränkung aufheben
  • NTG Struktur verbessern
    • Vermarktungstools anpassen
    • Gemeindenbetreuung verbessern (Kontaktperson)
    • Mittelverwendung transparent machen
    • Betriebe über Gesamtangebot informieren
    • Für alle Gemeinden gleich motiviert und tätig sein
  • NTG Reisebürotätigkeit ausnützen
    • auf Packages in der Region ausdehnen (Vermittlungsgebühr)
    • Programme (Regionsangebote) bei allen  Quartiergebern „auflegen“
    • Durchführung durch Fremdenführer bzw. neue Berufsfelder (Betreuer)
O
  • Ost-Westufer Konkurrenz abbauen
    • Das Gemeinsamkeitsgefühl muss gefördert werden.
    • Beide Seiten haben schöne Landschaften, Kultur, Sport und Natur
    • Gegenseitige Bewerbung stärkt die Region (Stammgästeaufbau für neue Kurzurlaube)
R
  • Radverleihstellen: Netz für Kooperation
    • Verleih / Rückgabe an vielen Orten möglich machen
  • Radwegausbau Apetlon – Frauenkirchen
    • Güterweg Verbesserung (Landesstraße)
  • Radwegnetz weiter verbessern
    • Weginformation allgemein (Wahrnehmbarkeit), Entfernungsangaben
    • Zielinformationen an und neben den Radwegen: Gastronomie, Service, Erste Hilfe, Allgemeine (Tourismus)Informationen etc.
    • Labestationen, Toiletten, Instandhaltung, Abfallbeseitigung, Kontrolle auf Verletzte, Notrufnummern entlang der Wege etc.
    • Neue „Themen“radwege (Grenzland, Kultur, 1er Kanal etc.) fördern, gemeinsam bewerben
  • Radweg um den See staub- bzw. schmutzfrei befestigen, wo möglich Asphalt
S
  • Schilfbewirtschaftung regeln
    • Geordneter Schnitt
    • Fernheizwerk Idee aufgreifen
    • Biogasprojekt überlegen (Schlammnutzung)
    • Kanäle für Frischwasserzufuhr
    • Verschlickung verhindern
  • Schlechtwetterprogramme gezielt und koordiniert darstellen
    • Eisenstadt Kultur- und Einkaufsstadt
    • Hallenbäder (Neusiedl, Eisenstadt)
    • Kulturstädten (Konzerte, Dorfmuseum, Schloss Halbturn, Basilika etc.)
    • Einkaufsmöglichkeiten (auch Wein und Landwirtschaft)
    • „Haydn“-Region
  • Schullandwochen fördern
    • Ganzjährige Angebote (Natur, Kultur, Sport, Erlebnis…)
  • Sommerrodelbahn (Leithagebirge) als Attraktion für die gesamte Region fördern
T
  • Terminkoordination aller Veranstaltungen zentral einrichten (vornehmen) -. NTG
  • Thermenangebot mit der Region koordinieren (in beide Richtungen!)
    • Sonderkonditionen für Vermieter in der Region (bzw. deren Gäste)
    • Über Neusiedler See Card abwickeln.
  • Tourismuspolitik im Land allgemein einen höheren Stellenwert einräumen
    • Bildungsaufgabe: Gastgebergesinnung beginnt beim Grüßen (Volksschule)
    • Vernetzung der Wirtschafts- und Politikbereiche wichtig und notwendig
    • Koordination aller Anliegen (auch “verwandte“ Wirtschaftszweige
    • Förderungen besser koordinieren
U
  • Übernachtungstourismus stärken
    • Region nicht auf „Ausflugs-, Schönwetter-, Eventregion“ reduzieren (Gefahr)
    • Packages vor allem mit Übernachtungen verkaufen
    • Kultur- und Naturerlebnisse brauchen ihre Zeit („nimm dir wirklich Zeit für…“)
  • Ungarische Gemeinden als Teil der Region integrieren
    • Neusiedler See Card ausdehnen
    • Partnerschaft mit den ca. 8 ungarischen Gemeinden definieren und fixieren
V
  • Vereine und „Kulturträger“ besser in das Tourismusangebot integrieren
  • Verkehrsnetz („Spinne“) erarbeiten
    • Öffentlichen Verkehr tourismusfreundlich machen (Verbindungen)
    • Bahnlinie, „Bahnhöfe zum Nationalpark“ als Ausgangspunkte
    • Gemeindeübergreifende Angebote fördern                    
      • Ruftaxis
      • Taxiverbund
      • Themenlinien einrichten
      • Grundbereitstellung (Bereitschaftsdienst, Arbeitsplätze!) fördern
      • Sammel- und Shuttlebusse
    • Verkehrsspinne schaffen: Anschluss an öffentlichen Verkehr mit 4-5 „Kleinvernetzungen“ (gemeindeübergreifend)
    • Nutzungsmöglichkeiten in Neusiedler See Card integrieren: Um nach Aktivitäten zum Ausgangspunkt zurückgebracht zu werden
  • Verkehrs- und Parkplatzproblem bei Großveranstaltungen besser lösen
    • Mörbisch, St. Margarethen…
  • Verlandung des Westsufers verhindern
    • Der Seezugang als Anliegen für die gesamte Region „Neusiedler See“
  • Vernetzung der Gästeehrungen
    • Urlaube in den Regionsgemeinden werden gemeinsam gezählt
W
  • Wandern als Regionsangebot neben dem Rad fahren verstärkt positionieren
  • Web Cam Standort so wählen, dass möglichst viel von der ganzen Region zu sehen ist

 

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Phase 3: Diskussion des Forderungskatalogs (Jänner bis September 2009)

In Phase 3 wurde in Arbeitssitzungen in den einzelnen Gemeinden (siehe Seite Termine) der 50-Punkte-Forderungskatalog diskutiert. Dieser 50-Punkte-Forderungskatalog wurde in der Folge auf 20 Punkte reduziert, indem die Gemeinden aus ihrer Sicht weniger wichtige Vorschläge gestrichen haben, um das Ergebnis zu verdichten.
Abschließend wurden die 20 Vorschläge, die am wenigsten oft aus dem ursprünglichen 50 Punkte-Katalog gestrichen wurden und daher für die Entwicklung der gesamten Region als besonders wichtig angesehen werden, bewertet und dann gereiht (siehe Ergebnis der Bewertungen aus dem Forderungskatalog).

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Entwicklung der Region Neusiedler See 2005-2007 (ÖHV-Studie 2009)

Destinationsmanagement 1 2009

Destinationsmanagement 1 2009

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Phase 4: Nachbereitung der Tourismusdaten der Gemeinden (August 2009)

Im August 2009 wurden die touristischen Daten (Ankünfte, Übernachtungen, Betten und Betriebe) der einzelnen Gemeinden von 2008 für den Endbericht erhoben und entsprechend dargestellt.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Projekt im Projekt: Seebad Illmitz (Juni bis November 2009)

Die Projektannahme geht davon aus, dass durch die notwendige Aufwertung der Seebäder am Neusiedler See die Badeaufenthalte der Gäste am See verlängert werden können. Daher ist die Aufwertung der Seebäder für die gesamte Region und nicht nur für die Seegemeinden von Interesse.

Im Rahmen des Projekts soll über die Wasserqualität des Neusiedler Sees eine tourismusrelevante Aussage getroffen werden und Kriterien für ein bedarfsgerechtes Erscheinungsbild des Seebades als Beispiel für andere interessierte Gemeinden gefunden werden. Darüber hinaus soll im Projektverlauf die mögliche Gestaltung der Eintritte mit den Betroffenen, bzw. der Bevölkerung diskutiert und eventuell neu geregelt werden. Die erarbeiteten Maßnahmen sollen auch für andere Gemeinden anwendbar sein.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Tadten den Tadtenern - Einwohnerbefragung (März 2009)

Im März 2009 wurde in Tadten eine Einwohnerbefragung mit dem Thema „Tadten den Tadtenern – Ist auch Platz für Gäste?“ durchgeführt. Der Fragebogen umfasste Fragestellungen zu den Freizeitangeboten in Tadten, zum Ortsbild und zum Tourismus. Insgesamt wurden 398 Fragebögen ausgefüllt und abgegeben.

Die Ergebnisse zeigen, dass, obwohl es sich bei Tadten um keinen Tourismusort handelt, auch hier der Tourismus eine bedeutende Rolle spielen könnte. Fast die Hälfte der Befragten ist der Ansicht, dass in Tadten mehr Fremdenzimmer notwendig wären. Weiters fehlt für 70 % der befragten Tadtener ein Heuriger. Ein solches Angebot wäre wichtig, da ein Heuriger als „gastronomisches Kommunikationszentrum“ („Dorftreff“) dienen kann.

Für die Region muss es ein besonderes Anliegen sein, auch die weiter vom See entfernten Gemeinden einzubeziehen, da dort dem Tourismus ein großer Stellenwert beigemessen wird, wodurch das Tourismusbewusstsein und die Markenbildung in der gesamten Region gestärkt wird.

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Abschlussveranstaltung am 20.11.2009 in der St. Martins Therme & Lodge

Die Einleitung der Abschlussphase des Projektes begann mit einer internen Präsentation und Diskussion des Endergebnisses. Diese Veranstaltung fand am 20.11.2009 in der St. Martins Therme & Lodge statt. Von der Projektleitung wurden dabei noch einmal die wichtigsten Grundlagen des Vorgehens und der Methodik zusammenfassend in Erinnerung gebracht:

 

1. Tourismusgesinnung und Tourismusbewusstsein sind überraschend hoch

Am Beginn des Projektes war es wichtig, die grundlegende Einstellung der Bevölkerung zum Tourismus, der Tourismuswirtschaft und der Angebotssituation zu erfassen. Mittels einer Repräsentativbefragung für Österreich wurde gleichzeitig ein Vergleich mit den BewohnerInnen in der Region „Neusiedler See“ (der Modellregion) erhoben.

  • Für 87% der Nordburgenländer stellt der Tourismus einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar, der den Alltag der Bevölkerung wesentlich beeinflusst.
  • 74% signalisieren zumindest teilweises Interesse an Tourismusthemen und
  • 75% halten - auch bei nur „am Rande“ persönlicher Betroffenheit - die laufende Angebotsverbesserung für wichtig bzw. notwendig.

 

2. Klare Vorstellungen über die Prioritäten bei der Angebotsentwicklung

Die Bevölkerung der Tourismusregion „Neusiedler See“ sieht den Tourismus aber nicht nur als den wichtigsten Wirtschaftsfaktor an, sie hat auch ganz klare Vorstellungen zur weiteren Entwicklung des Angebotes. Dabei geht man in der Region von der Tatsache aus, dass Angebot und Marke gleichzeitig (in Zusammenhang und Abhängigkeit) entstehen müssen. Nur ein von der Bevölkerung mit getragenes, weil mit entwickeltes Angebot schafft Authentizität und Gastgebergesinnung. Die Einbeziehung der Interessensvertretungen (Wirtschaftskammer, Landwirtschaftskammer und Winzerverbände) war daher eine logische Konsequenz dieser Einsicht. Im Endergebnis wurde deren Einschätzung daher entsprechend gewichtet.

Das Endergebnis der Vorstellungen (Wünsche, Anregungen, Forderungen) kann daher als wissenschaftlich abgesicherter, demokratisch erarbeiteter Konsens der öffentlichen Meinung in der Region interpretiert werden.

In seinem Statement bei dieser Veranstaltung stellte LH Hans Niessl, im Beisein der Tourismuslandesrätin Mag. Resetar, unter den anwesenden Bürgermeistern, Obleuten der Tourismusverbände, deren Geschäftsführern und Interessensvertretern

  • die Einstimmigkeit zum Inhalt des Ergebniskataloges und damit zum aktuellen touristischen Arbeitsprogramm fest,
  • und gab die Zusage, dass die Landespolitik diesen Arbeitsauftrag im Sinne dieser Übereinkunft „Punkt für Punkt“ abarbeiten werde.

 

3. Interessante Vorschläge für neue Berufsfelder am touristischen Arbeitsmarkt

Neben der Angebotsanalyse war die Weiterentwicklung des touristischen Arbeitsmarktes ein Schwerpunkt des Bottom-up-Prozesses „Modellregion Tourismusnetzwerk Neusiedler See“. In Arbeitssitzungen mit Unternehmern und Gemeinden wurden dabei folgende Ideen für neue Berufsfelder, Anpassungen von bestehenden Berufen, Aus- und Weiterbildungskonzepte erarbeitet.

Auch über diese Maßnahmen ist, nach entsprechend sorgfältiger Erarbeitung mit den potenziellen Dienstgebern und nach Abstimmung mit dem AMS, Einstimmigkeit über die Zielsetzung und Ausrichtung der Vorgangsweise erzielt worden.

Die Zusammenfassung ergibt ein klares Bild der Möglichkeiten:

 

4. Die Bevölkerungsbeteiligung hat sich bewährt

Zu Beginn des Projektes war nicht voraussehbar, inwieweit die Möglichkeit einen solchen Prozess mitzugestalten und mitzubestimmen auf Gegenliebe bei den Adressaten, den interessierten Bevölkerungskreisen trifft. Ein in diesem Modell versuchter „Bottom-up-Prozess“ macht nur Sinn, wenn allen Interessierten die Teilnahme auch möglich ist. Diese Voraussetzung zu strukturieren und organisieren ist nicht einfach. Die Erkenntnisse der Organisation einer touristischen Modellregion, wenn Bevölkerungsbeteiligung das Ziel ist, können wie folgt zusammengefasst werden:

  • Das Um und Auf ist die Sicherstellung parteipolitischer Gemeinsamkeit
  • Die BürgermeisterInnen sind die entscheidenden Mitspieler
  • Der Einbeziehung aller wichtigen Meinungsbildner muss gerade auf dieser kommunalen Ebene vor Projektbeginn entsprechende Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Die Aktivierung breiter Bevölkerungskreise war noch nicht im erwünschten und durchaus organisierbaren Umfang möglich. Die entscheidenden Schlüsse für ein Folgemodell sind jedoch eindeutig nachvollziehbar. Damit hat das Modell neben der eindeutigen Erfassbarkeit inhaltlicher Vorstellung breit aufgefächerter Interessenslagen auch die strukturelle Arbeitshypothese der Machbarkeit eines Bevölkerungsbeteiligungsmodells bestätigt.

Dies soll im Folgenden durch die Dankadressaten veranschaulicht werden:

 

5. Ergänzungen im Rahmen der Abschlussveranstaltung

Im Sinne einer Hervorhebung bzw. Klarstellung im Zusammenhang mit den vorliegenden Ergebnissen wurden bei der regionalen Abschlussveranstaltung in der Diskussion folgende Punkte von den Teilnehmern eingebracht.

1. Die Internationalisierung der Region ist in Hinblick auf Angebotsentwicklung wie auch Gästestruktur voranzutreiben.

2. Der Zusammenhang von Natur / Landschaftspflege / Landwirtschaft und Tourismus ist der wichtigste Ansatzpunkt für die künftige Tourismusentwicklung. Die „Natur in Wert setzen“ darf sowohl als ökologische wie auch als ökonomische Leitlinie der Regionalentwicklung bzw. des Projektergebnisses gelten.

3. Bestehende Lücken im Radwegenetz zu schließen und eine verstärkte Anbindung an internationale Radwege sind möglichst sofort umzusetzende Vorhaben (Ziele).

4. Die Schlechtwetterangebote müssen besser zusammengeführt und als Regionsangebot dargestellt werden.

5. Alle Überlegungen in Hinblick auf den Ausbau und die Verbesserungen im Radwegenetz (Schwerpunkt) sind mit einem ähnlichen Qualitätsanspruch auf ein Reit- und Wanderwegenetz auszudehnen. Diese drei Angebote gemeinsam bilden, als Ergänzung zum See, eine sinnvolle Outdoor-Aktivitäten-Einheit.

Dieses sportliche Erlebnisangebot kann um den im Aufbau befindlichen „Bootstourismus“ auf der Leitha erweitert werden.

6. Als möglicher neuer Angebotssektor wurde auf den „Shoppingtourismus“ (Parndorf, aber auch Wein, Bio etc. ) verwiesen.

Ausdrücklich soll an dieser Stelle aber darauf hingewiesen sein, dass diese Hervorhebungen keine Änderungen am dokumentierten Endergebnis darstellen, sondern nur als eine Aktualisierung im Sinne von Unterstreichungen (Verstärkungen) eingebracht wurden.

Das derart ergänzte Gesamtergebnis wurde von allen Anwesenden als Masterplan für die regionale Tourismusentwicklung angenommen. LH Niessl sagte die Umsetzung „Punkt für Punkt“ zu und versprach für die Zukunft einen verstärkten Meinungsaustausch mit den Touristikern der Region.


6. Die Folgekosten für ein Nachfolgeprojekt können halbiert werden

Die Kosten und der Zeitaufwand für ein Folgemodell sind vor allem von der Einigkeit der Auftraggeber im Vorfeld und einer entsprechend effizienten Vorbereitung abhängig.

Das hier vorliegende, auf zwei Jahre anberaumte Modell hat sich in der Kosten / Nutzen Relation insofern bewährt, als damit ein klarer Kostenrahmen für die Entwicklung, Durchführung und Erarbeitung von Umsetzungsstrategien künftiger touristischer Modellregionen feststeht. Aus der Erfahrung mit der ersten diesbezüglichen Modellregion lassen sich Zeit- und Kostenaufwand pro Region durchschnittlich wie folgt ansetzen:

  • Zeitaufwand ca. 1 ½ Jahre
  • Kosten ca. € 150.000

Unter der Voraussetzung, dass in der Tourismuswissenschaft und auch aus wirtschaftlichen Aspekten Einigkeit darüber besteht, dass in Österreich etwa 40 europaweit wahrnehmbare Marken das Angebotsbild Österreichs prägen sollen und können, kann in einem durchaus überschaubaren Zeitraum von fünf bis zehn Jahren in allen in Frage kommenden Regionen ein solcher Prozess abgewickelt werden. Damit würde sich das Gesamterscheinungsbild der österreichischen Tourismuswirtschaft schlagartig verbessern und wettbewerbsfähiger gestalten lassen.

Die Arbeitsmarktsituation und die Angebotspräsentation im Tourismus können daher österreichweit entsprechend modernisiert, aktualisiert und zu einer wettbewerbsfähigen Dachmarkenkampagne der Österreich Werbung koordiniert bzw. verdichtet werden.

 

 

[Nach oben]